Bonehenge

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Die Musiker sind:

Iven Hausmann - Posaune
Stefan Lottermann - Posaune
Pepe Berns - Kontrabass
Jan von Klewitz - Saxophon
John Schröder - Schlagzeug

Dieses Quintett fällt sofort durch seine seltene Besetzung auf, denn statt der obligaten Trompete haben sich hier zwei Posaunen, ein Saxophon und Rhythmusgruppe zusammengefunden. Im Konzert erklingen ausschließlich Eigenkompositionen der Musiker, die gleichzeitig auf die urtümliche Kraft jahrhundertealter Melodien und die pure Freude am spontanen Zusammenspiel verweisen.

Schon allein die Verschiedenartigkeit der Posaunisten ist hörenswert, da Lottermann unverwechselbar aus Mangelsdorff´s Klangwerkstatt stammt, während Hausmann eher durch klassische und zeitgenössische Klangvorstellungen geprägt wurde. Der Saxophonist Jan von Klewitz ist dazu ein eher traditioneller Gegenspieler. Die Rhythmusgruppe ist eine seit langem eingespielte Einheit, die sich hervorragend zwischen traditioneller und improvisierter Musik entfaltet.

"Bonehenge" bedeutet in jedem Fall ein nicht alltägliches, spannendes Hörerlebnis.

 

Bonehenge CD
Dünung (real audio) 1:40 552 kB
Interlude (real audio) 0:37 205 kB
Triolerhut (mp3) 1:16 522 kB
Triolerhut  (real audio) 1:16 429 kB
Intro (real audio) 2:30 827 kB
Bogenlampe (real audio) 1:44 572 kB

 

JHM 78 CD
Jazzhaus Musik Köln 1995

Presse

Überraschend ist der Klang dieser Produktion - zwei Posaunen und ein Saxophon, dazu die filigran pulsierende Rhythmusgruppe. Choralartige Passagen wechseln sich mit Big-Band Klängen ab, dazwischen immer wieder die Improvisationen der unterschiedlichen Musikerpersönlichkeiten, von lyrischen Melodieführungen über cool-distanziert, am Klang interessierten Ausflügen bis zu ekstatischen Äußerungen wird die ganze Palette der musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten aufgeführt. Jazz für offene Ohren und die ganze Phantasie.

Jazz in NRW 10/96

Saxophonist Jan von Klewitz erhebt kurzerhand die Posaune zur Grundidee seines Debütalbums, und tauft die CD auch noch wortspielerisch Bonehenge Suite. Der Altsaxer springt den Zuhörer nicht an, drängt sich ihm nicht auf. Er bläst behutsam und mit melodischem Empfinden, überlegt statt draufzuhalten. Diese Einstellung setzt sich in den Kompositionen fort. Die Themen sind nicht überfrachtet, nicht übertrieben spektakulär, in den Arrangements hat alles seinen Platz und Sinn. Keine Spielwiese für für Virtuositätsausflüge, und das zahlt sich aus. Jeder in der Band scheint vor allem das Kollektiv im Blick zu haben.

Jazzthetik 6/96

Starkes Gebläse

Unschwer läßt der Titel auf ein umfangreiches Opus schließen. Eine Reise durch akustische Ausnahmesituationen. Dabei ist es vor allem die Besetzung mit Saxophon und zwei Posaunen, die für Ungewöhnliches sorgt. ...Mit unglaublicher Rasanz bricht hernach eine Improvisation los, bei deren spannungsreicher Dichte man den Eindruck hat, die Musiker seien mit ihren Instrumenten geradezu verwachsen. Eine Kommunikation entsteht, die über sämtliche menschlichen Affekte zu führen scheint. ... Selten wird so konzentriert au einander gehört, selten wird aber auch so „sauber" improvisiert. Technisch geht das alles auf höchstem Niveau vonstatten. Daß die Posaunisten die Zirkularatmung beherrschen, ist selbstverständlich. Da auf elektronischen Schnickschnack verzichtet wird, ist das Ergebnis von bester Natürlichkeit.

RheinArt Main 5/96

...deutscher Jazz in Vollendung, voller vielfarbig komponierter Strecken, mit Reminiszenzen an die Jazz Geschichte angereichert bis zum bersten, randvoll mit Anregungsmaterial für eine mitreißende Band, die in Themen und Soli, in Präzision und Schwung alles kann und tut, was man für diese Musik können und tun muß.

Frankfurter Rundschau 12/97

2000, © Iven.Hausmann